Chronik

Über 130 JAHRE GOCHER KARNEVAL

Der Ursprung des Karneval liegt in dem Gedanken, dass sich die Menschen vor Beginn der in früheren Jahren sehr streng gehaltenen Fastenzeit nochmals austoben sollten. Daher stammt auch die Bezeichnung "Fastnacht".


Die älteste karnevalistische Vereinigung in Goch besteht innerhalb der Kolpingfamilie seit über 130 Jahren. Diese Vereinigung pflegt in humorvollen Sitzungen echt niederrheinisches Brauchtum in Sprache und Gesang.

Unvergesslich ist auch die Große Gocher Karnevalsgesellschaft, die vor dem zweiten Weltkrieg unter ihrem Präsidenten Hugo Derksen vom "fröhlichen Weinberg" (Wirt einer Gaststätte am Markt) einen Karnevalszauber in den Stadttorsaal bei "Pott" Andree produzierte, der seinesgleichen am unteren Niederrhein suchte.

Spontane Auftritte des Präsidenten dieser Gesellschaft bei Großveranstaltungen namhafter Kölner Karnevalsgesellschaften waren so eindrucksvoll, dass der Name der Stadt Goch in Zusammenhang mit erstklassigem karnevalistischen Brauchtum in Verbindung gebracht wurde. Seitdem ist bis auf die Kriegszeit dieses Brauchtum in ununterbrochener Reihenfolge von vielen Gocher Vereinigungen fortgeführt worden.

In den Jahren 1953, 1954 und 1955 begeisterten sich immer mehr Gocher Bürger für den Gocher Karneval und den - erstmalig 1952 durchgeführten - Rosenmontagszug. Um den Gocher Rosenmontagszug auf eine breitere Basis zu stellen und dem Ganzen ein festeres Gefüge zu geben trat das bisherige Organisationskomitee zurück und die karnevalstreibenden Vereine wählten auf der "konstituierenden Versammlung" den Vorstand eines neuen Organisationskomitees. Dies war die eigentliche Geburtsstunde des RZK.

Jahr für Jahr warb das RZK in vielen aufrufen innerhalb der Vereine um Freunde für den Karneval und die Brauchtumspflege für die Vaterstadt Goch. Es stellte sich immer ein Prinz zur Verfügung, der seine Garde aus dem von ihm vertretenen Verein um sich scharrte. Zu diesen Vereinen gehörten der Schützenverein, der Männergesangsverein, die Feuerwehr, die 1. GGK Rot Weiß, Kolping, die Pumpengemeinschaft Vrouwenpoort und der Sportverein Viktoria). Selbst ein Schotte war mit seiner "Garde International" Prinz Karneval in Goch.

Den Gestaltern des Zuges gelang es in jedem Jahr, das Niveau des Zuges zu steigern und Goch zur Metropole des Karnevals am unteren Niederrhein zu machen.

Aus den damaligen Vorstellungen der Prinzen an die Öffentlichkeit in Gocher Gaststätten entwickelte sich im Laufe der Jahre die Gocher Prinzenkür, die einen immer glanzvolleren Rahmen annahm und mehr und mehr Besucher anzog.

Im Jahr 1977 entstand, auf Anregung des damaligen Stadtdirektors Potthoff, der "Verein zur Förderung des Gocher Karnevals e.V."

Die straffe Organisation aller Veranstaltungen geht bis heute vom Rosenmontagszugkomitee (RZK) aus, welches in zahlreichen Sitzungen, Besprechungen und Versammlungen die zur Tradition gewordenen Großveranstaltungen bis ins letzte Detail vorbereitet und durchführt.

Dennoch - bei keiner Veranstaltung, sei sie groß oder klein, hat der Besucher den Eindruck, etwas künstliches, etwas unechtes zu erleben. Vielmehr fühlt er sich von Beginn an in einer echten der niederrheinischen Heimat verwurzelten Atmosphäre wohl und wird, ohne dies besonders zu wollen, zum aktiven Mittun veranlasst.

Karneval am Niederrhein...

in der Narrenhochburg Goch / Kreis Kleve!

Prinzenkür

Gocher Prinzenkür

Die alljährlich im Januar in der Gocher Sporthalle stattfindende festliche Inthronisation des Gocher Prinzenpaares.

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Gocher Prinzentreffen

Gocher Prinzentreffen

Eines der größten Prinzentreffen im Rheinland lädt alljährlich Tollitäten aus der Region ein.

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Gocher Rosenmontagszug

Gocher Rosenmontagszug

Der alljährliche Höhepunkt des Straßenkarnevals in unserer Heimatstadt. Bunt. Farbenfroh. Freudig.

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